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| Ein klassische Weltumseglung auf der sogenannten "Barfussroute" dauert in der Regel drei Jahre. Eine kürzere Reisedauer ist wegen den globalen Wind-, Wetter- und Strömungsverhältnissen nicht ratsam, weil dann die Risiken steigen, ungünstige Wetterbedingungen anzutreffen oder in der Karibik oder im Pazifik in die Hurrikan-Saison zu geraten. Die Barfussroute bewegt sich im wesentlichen innerhalb des Passatwindgürtels. Die stetigen Passatwinde erhielten ihren englischen Namen "trade winds", weil die Handelsschiffe in früheren Zeiten ihnen auf ihren Fahrten folgten. Sie wehen im allgemeinen in der nördlichen Hemisphäre aus Nordosten und in der südlichen Hemisphäre aus Südost. Im Schnitt erreichen sie Stärke 4 bis 5 und nur selten Sturmstärke. Das Wetter im Passat ist sehr angenehm - blauer Himmel mit ein paar Kumuluswolken, das Segeln ist entsprechend erholsam.Die Barfussroute führt von Gibraltar zu den kanarischen Inseln, dann über den Atlantik in die Karibik, von dort durch den Panama-Kanal zu den Galapagos Inseln, weiter zu den Marquesas-Inseln, Tuamotus, Tahiti, Bora-Bora, Samoa, Tonga, Neuseeland, Fidschi-Inseln, Australien,Torres-Strasse, Bali, Phuket, Sri Lanka, Malediven und durchs rote Meer zurück ins Mittelmeer oder von den Malediven nach Kapstadt und von dort zurück nach Europa. Viel Zeit für Landaufenthalte bleibt einem dabei nicht. ![]() ![]() Trotzdem ist eine dreijährige Weltumseglung eines der letzten Abenteuer unserer Zeit. Je nach der Anzahl der angelaufenen Inseln in der Südsee, fast alles Kleinstaaten, werden etwa 25 bis 35 Länder angelaufen. Allerdings fehlen wichtige Länder und Kontinente, nämlich Nordeuropa, Afrika, Nord- und Südamerika, ferner die ostasiatischen Staaten Philippinen, Indonesien, Malaysia, Japan, China, zudem der Subkontinent Indien. Da die Route entsprechend dem Passatwindgürtel von Ost nach West verläuft, werden lediglich die Schnittstellen zwischen den Kontinenten durchsegelt - Gibraltar zwischen Europa und Afrika, Panamakanal zwischen Nord- und Südamerika, Torresstrasse zwischen Australien und Asien, rotes Meer zwischen Afrika und dem mittleren Osten. Auf der Weltumseglung der Double Magic soll zwar die Erde auch von Ost nach West umsegelt werden, aber auch grosse Strecken Nord - Süd - Nord zurückgelegt werden, um den Küsten der Kontinente zu folgen. Auch in der Südsee mit ihren vielen tausend Inseln sollen längere Nord - Süd - Törns unternommen werden, um abgelegene und deshalb von Seglern selten besuchte Inseln zu besuchen. Ferner sind längere Aufenthalte in Häfen geplant, wo es sich lohnt, das Land selbst während einigen Wochen oder Monaten zu besuchen, z.B. mit einem Mietauto oder dem Expeditionsfahrzeug Actionmobil. Solche Länder sind z.B. Brasilien, Argentinien, Peru, Chile, Nordamerika, Alaska, Australien, Neuseeland, Thailand, China, Indien, Südafrika, etc. Bisherige Höhepunkte der Weltumsegelung waren die Atlantik-Überquerung von Westafrika nach Brasilien, der selten gemachte Törn um das Kap Hoorn und in die Antarktis und eine 10wöchige Landreise durch Argentinien, Chile und Peru. ![]()
Ein Plan ist das eine, Flexibilität unterwegs das andere. Wie oft ist es uns auf Reisen schon passiert, dass wir an einem besonders schönen Ort gerne etwas länger geblieben wären, vielleicht, weil uns die Landschaft besonders gefiel, oder, weil wir Menschen trafen, mit denen wir gerne mehr Zeit verbracht hätten. Aber solche Wünsche bleiben meistens unerfüllt, weil wir im Zeitpunkt x unsere Reise abbrechen und nach Hause fahren müssen, um unser Alltagsleben fortzusetzen. Das soll auf der Weltumseglung der Double Magic anders sein. Wo es uns gefällt, bleiben wir länger, Gebiete und Inseln, die uns von andern Seglern empfohlen werden, laufen wir an, touristische Zentren meiden wir nach Möglichkeit, aussergewöhnliche Destinationen sollen uns nicht abschrecken, z.B. die Antarktis, Japan oder China, wenn wir von der lokalen Bevölkerung eingeladen werden, nehmen wir die Einladung an, auch wenn es etwas länger dauert, Vorschläge anderer Fahrtensegler für gemeinsame ausgedehnte Landausflüge prüfen wir gerne, in Gesellschaft uns freundlich gesinnter Menschen bleiben wir, bis es uns selbst wieder hinaus in die Ferne zieht. Mit andern Worten: Wir versuchen, aus jedem Tag das Beste zu machen und das zu tun, was uns gerade Freude macht. In diesem Sinne ist der Weg das Ziel. Wann die Weltumseglung vollendet sein wird und ob wir sie überhaupt je beenden, soll unwichtig sein. Es ist klar, dass mit diesen Vorgaben eine längerfristige Terminplanung nicht möglich ist. Dies sollten zukünftige Crewmitglieder beachten, die ein Stück Weges mitsegeln möchten. ![]()
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